Martin Heuberger soll als neuer Bundestrainer die deutschen Handballer zurück in die Weltspitze führen. Einer steht im noch immer im Weg – Heiner Brand. Doch Heuberger will aus dem Schatten heraustreten.
Nach sieben Jahren Co-Trainer bei der Nationalmannschaft ist er seit Juli nun Bundestrainer der Handballer. “Einmal Nationaltrainer zu sein, das war auch mein Traum. Ich freue mich sehr über diese neue Aufgabe”, sagte Heuberger, der rückwirkend zum 1. Juli einen Dreijahresvertrag bis 30. Juni 2014 unterschrieb.
Verbandspräsident Ulrich Strombach freut sich über diese Entscheidung. “Am Ende haben wir festgestellt, dass wir den besten Mann in unseren eigenen Reihen haben”, sagte Strombach. Nach dem Aus von Heiner Brand hat der Verband zusammen mit der Liga einen neuen Bundestrainer gesucht. Mit sechs Kandidaten wurden Einzelgespräche geführt, am Ende blieben zwei übrig. “Den zweiten Namen werde ich nicht nennen”, sagte Strombach. Neben Heuberger soll es sich um Berlins Bundesliga-Trainer Dagur Sigurdsson gehandelt haben. Aber das sind nur Spekulationen.
“Die Tür steht für jeden deutschen Spieler offen”, sagte Heuberger. Stammplätze soll es nicht mehr geben. Jeder muss um seinen Platz kämpfen und dies motiviert natürlich die Spieler, die bisher kaum oder nicht berücksichtigt worden sind. Heuberger möchte bei Null beginnen und mit alten Dogmen abschließen. Er ist stolz auf das Amt und möchte die Jungs stolz machen, die den Adler auf der Brust tragen.
Heugerber und sein schweres Erbe
Das Team ist und war begeistert vom alten Co-Trainer und neuem Bundestrainer. “Ich glaube, das ist eine gute Wahl. Martin ist ein sehr kompetenter Mann”, sagte Keeper Silvio Heinevetter. Auch aus anderen Richtungen hört man nur positive Stimmen. Und auch Heiner Brand selbst lobt seinen alten Assistenten. “Ich glaube, er hat alle Voraussetzungen, die man haben muss”, sagte Brand.
Heuberger ist ein Mann der leisen Töne, ganz anders als Brand. Ob er genauso beliebt wird wie es Brand war und ist, wird sich zeigen. Der Erfolg wird ihm dabei helfen.